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09.12.2019

Melde- und Registrierungspflichten aus EDG-L für Unternehmen, die nicht KMU und nicht DIN EN ISO 50001 zertifiziert sind

Im Oktober 2019 ist eine Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDG-L) in Kraft getreten. Geregelt wurden unter anderem Einzelheiten zum Energieaudit, welches alle vier Jahre (bei den meisten Unternehmen) in diesem Jahr wieder verpflichtend ist.

Für Unternehmen, welche nicht als KMU gelten und nicht nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert sind, sieht die Novelle eine neue Meldepflicht vor. Sie müssen spätestens zwei Monate nach Durchführung eines Energieaudits über dessen Ergebnis über eine Online-Erklärung informieren. So kann das BAFA direkt auf Unternehmen zugehen, welche keine Erklärung abgegeben haben. Die bislang gültige Frist von bis zu sechs Wochen zum kurzfristigen Nachholen eines Audits ist nicht mehr vorgesehen.

Das BAFA hat Anfang Dezember das Formular zur Meldung des durchgeführten Energieaudits veröffentlicht. Dort müssen mitunter umfangreiche Angaben zum Unternehmen, zu den Energieverbräuchen und -kosten sowie den Einsparpotentialen getätigt werden. Die Angaben finden sich soweit alle in einem ordentlichen Energiebericht, müssen hier aber leider nochmals händisch eingetragen werden. Die Frist gilt zunächst bis zum 31.03.2020 für Audits die zwischen dem 26.11. und 31.12.19 abgeschlossen wurden. Welche Vorgaben für Audits vor diesem Zeitpunkt gelten ist noch unklar. Für Verstöße gegen diese Meldepflicht sind Strafen von bis zu 50.000€ möglich!

 

Neu ist außerdem, dass Unternehmen, welche einen Primärenergieverbrauch von 500.000 kWh und weniger haben, in Zukunft von der Energieauditpflicht durch Nachweis ggü. dem BAFA befreit sind. Dadurch sollen rund 3.500 Unternehmen entlastet werden. Aber Achtung: Es ist dennoch eine vereinfachte Meldung beim BAFA zu machen. Bei der vereinfachten Erklärung (unter 500.000 kWh Gesamtverbrauch) fällt die Angabe zu den Einsparpotentialen weg, aber es müssen Angaben zu Energieverbräuchen etc. gemacht werden, was voraussetzt, dass diese Daten erhoben wurden.

Hierzu zählen u.a. die Forderung nach der Erstellung von Lastprofilen sowie der Einführung und Bewertung von aussagekräftigen Kennzahlen. Ebenso wird für die Wirtschaftlichkeitsberechnung der Optimierungsmaßnahmen nunmehr die Kapitalwertmethode gefordert, statt wie bisher ausreichend die Betrachtung der Kapitalrentabilität.

 

Gerne prüfen wir für Sie die Befreiungsmöglichkeit von der Auditpflicht und die ordnungsgemäße Meldung der Audits, unterstützen Sie bei der Durchführung des Energieaudits oder bei der Einführung und Aufrechterhaltung Ihres Managementsystems.





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